Kein Corona in Wiesen

Vergangenen Sonntag war es wieder so weit: Wir sind zu unserem neu erworbenen Grundstück nach Wiesen gefahren, und haben dort gepicknickt - wie eh schon ein, zwei Mal zuvor. Dazu kochen wir uns zu Hause immer etwas für zu Mittag vor, das sich gut und einfach mitnehmen lässt. Meist sind es Aufläufe, weil sich die einfach in ein Behältnis geben und gut transportieren lassen - in diesem Fall ein Gemüseauflauf mit Schinken darin und mit etwas Käse überbacken. Das Rezept findet ihr übrigens hier.


Die Wegstrecke von der jetzigen Wohnung in Neunkirchen bis zu unserem Grundstück im Erdbeerland ist genau 30 Kilometer lang. Für Sportler, wie wir es sind, ist es natürlich aufgelegt, dass wir diese Distanz mit unseren Rädern zurücklegen. Somit haben wir nicht nur einen schönen Ausflug, sondern zugleich auch eine gute Sporteinheit.


Im Zuge des Corona-Virus haben wir auf online-Training geswicht. Aus diesem Grund haben wir uns bluetooth-mono-in-ear-Kopfhörer zugelegt. Andi nimmt das rechte "Hurcherl", wie wir sie liebevoll genannt haben, ich das linke. So können wir beide alle Teilnehmer hören und gleichermaßen beide mit den anderen sprechen. Und wenn wir, so wie gestern, eine kleine Radtour machen, dann nehmen wir uns wieder unsere "Hurcherl", stellen uns unsere Lieblingsmusik ein und hören somit dieselben Songs, haben aber jeder das andere Ohr frei und können so trotzdem miteinander sprechen. Einfach genial, kann ich nur empfehlen. Das macht einen Radlausflug zum absoluten Hochgenuss!


Bevor wir unsere Tour beginnen, packen wir zu Hause noch unseren Proviant ein, etwas zu trinken, auch die Picknick-Decke darf nicht fehlen. Unsere 2 Kunststoffbecher (eigentlich bin ich kein Fan von Plastik, aber für diese Sache erfüllen die zwei Hartkunststoffbecher ihren Zweck - sie zerbrechen nicht und man kann sie einfach in den Geschirrspüler stellen, damit sie wieder sauber sind!), Besteck, was zu lesen, Sonnencreme und was wir halt sonst noch brauchen, packen wir in zwei kleine Rucksäcke und dann treten wir eineinviertel Stunden nach Wiesen auf unser Grundstück. Dann genießen wir unser Essen, lassen uns von der Sonne küssen und schalten einfach ab. Ich freue mich schon so sehr, wenn unser Haus stehen wird und wir dort leben dürfen, aber bis es so weit, rinnt schon noch ein bisschen Wasser die Donau runter.


Nachdem der Wetterbericht für 16 Uhr Niederschlag angedroht hatte, haben wir eine gute Stunde zuvor wieder unsere Sachen gepackt und uns auf den nach-Hause-Weg gemacht. 30 km, knapp 200 weitere Höhenmeter und eineinhalb Stunden später waren wir - zwar etwas erschöpft vom Bergauf fahren - glücklich wieder daheim angekommen. I'm loving it! ;-)


Mein schöner Mann hat sich dann noch was zu Essen gemacht - ich hab ein bisschen mitschnabuliert, immerhin habe ich auch 60 km zurückgelegt - und dann haben wir den Prä-Abend bei einem Achterl Wein in der Badewanne ausklingen lassen. Das Schöne an dieser Geschichte ist, dass mein schöner Schatz und ich tatsächlich ALLES miteinander machen können und es auch tun. Und darin finden wir unser Glück!


Meine Lieben, ihr alle, die das lest (und so viele werden das nicht sein): Lasst euch von diesem Biervirus nicht die Stimmung verderben. Ja, es ist Kacke, wenn wir nicht raus dürfen/sollen. Und ja, es ist furchtbar, seine Liebsten nicht sehen zu dürfen, um sie zu schützen. Und ja, solche Zeiten bedeuten für uns alle Umstellung. Auch wir hatten zu kämpfen. Plötzlich hatten wir rund um die Uhr zweieinhalb Kinder (zweieinhalb deshalb, weil Andi's Kleine 3 bis 4 Tage in der Woche bei uns ist) zu Hause, und die wollen nicht nur unterhalten werden, sondern die sollen auch ihre Schulsachen erledigen. Darüber hinaus haben wir unsere Kurse alle auf online-Betrieb umgestellt. Das war eine Heidenarbeit! Für uns beide!!! Und ganz nebenbei haben wir, gerade als Corona begonnen hatte, unser Grundstück besichtigt und kurz darauf gekauft. Nur ein Monat später stehen bereits die Pläne für unser künftiges Haus, die bereits weitergeleitet wurden an die Gemeinde. Unser Haus wird einfach traumhaft werden, ich kann es gar nicht erwarten! Aber das verlangt auch uns vieles ab. Meine Eltern fehlen mir, sehr sogar. Obwohl es nicht immer so war habe ich die längste Zeit ein sehr inniges Verhältnis mit Mum und Dad. Ich war jeden Freitag mit den Kindern bei den Grosis, und dazwischen haben Andi und ich sie einfach mal so auf einen Kaffee besucht - mir fehlen die Gespräche und die gemeinsame Zeit. Auch meine Kinder vermissen ihre Großeltern. Für sie muss es ja in Wahrheit noch schlimmer sein! Alle Geschäft haben zu, bis auf Supermärkte und Tankstellen. Bis auf Spazieren und Radfahren gehen konnte man lange Zeit gar nichts machen. Und alles mit ausreichend Abstand und Mundschutz natürlich. Aber, und jetzt kommt, was ich euch damit eigentlich sagen möchte, es liegt an uns, wie wir damit umgehen und was wir daraus machen. Wir können uns einschüchtern lassen und traurig sein, oder wir können das Beste d'raus machen und trotzdem, wenn auch nur zeitweilig und/oder eingeschränkt, versuchen, das Leben trotz allem zu genießen. Ich glaube, so schlimm diese Corona-Zeit auf der einen Seite ist, so hat sie aber auch ihr Gutes - zumindest für jene, die nicht direkt davon betroffen waren!!! Wir werden unsere Freiheiten, unser Leben und was wir alles machen können endlich wieder mehr zu schätzen wissen. Den nächsten Besuch im Lieblingslokal wird vermutlich jeder feiern, und das finde ich richtig so! Ich freue mich auch wahnsinnig auf den ersten Besuch bei "unserem" Griechen in Katzelsdorf, aber bis dahin lassen wir uns nicht unterkriegen.


In diesem Sinne, bleibt stark, bleibt gesund, ABER bleibt auch glücklich!

Bis dahin,

eure Dani.


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